Kontrovers und unbeschwert: gesunde Streitkultur bei der demoSlam Deutschlandpremiere in Dresden

Nicht nur zwischen Deutschland und Russland sind Themen wie Demokratie oder Freiheit konfliktbeladen, auch in Deutschland spalten sich derzeit häufig die Meinungen, wenn es um Werteanschauungen geht. In Dresden zeigt sich diese Polarisierung seit einigen Jahren besonders deutlich – ein guter Grund, hier die Deutschlandpremiere des deutsch-russischen demoSlam durchzuführen und mit diesem neuen Verständigungsformat eine offene und konstruktive Auseinandersetzung auch in der Dresdner Stadtgesellschaft anzustoßen.       MDR SACHSENSPIEGEL von 14.12.2018 Am 10. Dezember präsentierten in der Motorenhalle des riesa efau sechs junge Deutsche und Russen ihr Verständnis der Begriffe Patriotismus, Meinungsfreiheit, Toleranz. Im Vordergrund standen dabei ihre ganz persönlichen Geschichten und Erfahrungen, die sie als Ergebnis eines dreitägigen Workshops in jeweils zehnminütigen Präsentationen deutsch-russischer Paare schildern. Der Austausch mit dem Publikum war ein Kernstück der Veranstaltung – und dabei ging es durchaus kontrovers zur Sache, denn die 70 Gäste stellten ein gutes Abbild der verschiedenen Perspektiven in der Dresdner Stadtgesellschaft dar. Vom Familienmodell über journalistische Unabhängigkeit bis hin zur Abgrenzung der Begriffe Nationalismus und Patriotismus wurden sehr unterschiedliche Themen diskutiert und persönliche Ansichten ausgetauscht.   Sowohl die Slammerinnen und Slammer als auch die Gäste haben die Vielfalt der Ansichten und die offene Atmosphäre sehr geschätzt – denn dieser Abend hat allen gezeigt, wie bereichernd es ist, sich nicht immer nur mit Gleichgesinnten in der eigenen Meinung zu bestärken, sondern sich auch einmal mit Andersdenkenden über unterschiedliche Anschauungen auszutauschen. Und so wollte auch nach der Veranstaltung kaum jemand nach Hause gehen, sondern lieber die Gespräche in kleinerem Kreis bei Glühwein und Piroschki fortsetzen. Lasst uns weiter im Gespräch bleiben!   Text: Cornelia Reichel, Koordinatorin des demoSlam in Dresden     Cornelia Reichel ist Kulturmanagerin mit langjähriger Berufserfahrung im Stiftungsbereich, bei Filmfestivals, in der Arbeit mit Journalisten oder in eigenen Projekten, in Russland wie in Deutschland. Im September 2018 ist sie nach zwanzigjähriger Abwesenheit in ihre Heimatstadt Dresden zurückgekehrt. Mit der Koordination des demoSlam startete sie hier ihr Engagement für Dialog zwischen Andersgesinnten und eine gesunde Streitkultur. 2019 geht es weiter mit Gesprächsformaten in ihrem Stadtteil, der Johannstadt, in Dresden & Sachsen.     Mehr über demoSlam in Dresden Die Sächsische Zeitung: "Wäre von der Leyen eine gute Russin?"   Der deutsch-russischer demoSlam in Dresden wurde von Evgeniya Sayko bei Polis180 in Kooperation mit riesa efau, dem Hertie-Innovationskolleg und Jugend debattiert international durchgeführt und durch das Auswärtige Amt finanziert. #CivilSocietyCooperation   Foto: Matthias Schumann        

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