Teilnehmer des deutsch-russischen demoSlam am 16. Oktober in Jekaterinburg

      Leonie Pessara (28)   arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Oldenburg, wo sie für einen internationalen Masterstudiengang Projekte mit sieben Partneruniversitäten, u.a. in Osteuropa, koordiniert. Während ihres Studiums hat sie bereits viele interkulturelle Erfahrungen in Frankreich, Norwegen und Russland gesammelt. Sie lebte ein Jahr in Ulan-Ude, wo sie als Freiwillige ein Kinderheim unterstützte und reiste anschließend von St. Petersburg bis nach Wladiwostok, wo sie ein Jahr lang studierte. Leonie spricht perfekt russisch und liest gerade sogar den Roman „Chapaev und Pustota“ von Viktor Pelevin im Original. Mit ihrem russischen Tandempartner hatte sie schon oft emotionale Diskussionen und sieht den demoSlam als Format, welches das Vermeiden von unbequemen Themen und das Schweigen dazu beenden könnte. Mit ihrer Kraft vom Taekwondo möchte sie ihre Meinung und Erfahrungen präsentieren.       Victoria Zagidulina (22)   Victoria Zagidulina studiert Internationale Beziehungen an der Kemerowo Staatsuniversität und ist mit Deutschland bereits sehr vertraut. Sie besuchte im Rahmen eines Austauschprogramms eine deutsche Schule in Bielefeld und studierte anschließend ein Semester an der Humboldt Universität in Berlin. Nachdem Victoria als Dolmetscherin gearbeitet hatte, spezialisierte sie sich während eines Praktikums auf das Thema Medien. Sie glaubt, dass deren Einfluss und oft einseitige Berichterstattung eine wichtige Rolle in der Beziehung zwischen Deutschland und Russland spielt. Während eines Aufenthaltes in ihrer deutschen Gastfamilie bemerkte sie, wie sie im offenen Dialog zu politischen Themen oft an ihre Grenzen stoß, weshalb sie politische Themen seitdem vermeidet, um sich nicht verteidigen zu müssen oder missverstanden zu werden. Den demoSlam sieht die leidenschaftliche Klavierspielerin als ein Format, um mit Missverständnissen zwischen den Ländern aufzuräumen.       Maximilian Bunse (25)   Maximilian Bunse absolvierte eine Ausbildung zum Kaufmann bei der Deutschen Telekom, wo er stets für gute Verbindungen zwischen den Menschen sorgte. Zudem ist für ihn die Stärkung von zwischenmenschlichen Beziehungen schon immer eine Herzensangelegenheit. Deshalb engagierte er sich bereits mit 8 Jahren beim Roten Kreuz in seiner Stadt. Heute ist er vor allem politisch aktiv als Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten der SPD, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und als Vorsitzender deren Jugendorganisation in seiner Heimatregion, dem Hochsauerlandkreis. Maximilian legt einen besonderen Wert auf die Völkerverständigung und betont, dass Konflikte zwischen politischen Administrationen keine Vorurteile zwischen den Bürgern verursachen sollen. Er wird zum ersten Mal in Russland sein und möchte den demoSlam nutzen, um eine Brücke des Dialoges, als zwischenmenschliche Verbindung, zwischen Deutschland und Russland aufzubauen.       Daria Maleeva (22)   Daria Maleeva ist Mitglied der Jugendabteilung der Russischen Gesellschaft für Politikwissenschaftler und studiert Geschichte an der Demidov Staatlichen Universität Jaroslawl. Durch ihre Teilnahme an zahlreichen Projekten, wie einer archäologischen Expedition auf die Taman-Halbinsel oder der Teilnahme an Schuhle des Parlamentarismus in Jaroslavl konnte sie bereits viel Erfahrung sammeln. Als junge Politologin und Mitglied der „Molodaja Gvardija“ legt Daria großen Wert auf den politischen Meinungsaustausch und hat bereits an Debattenturnieren der allrussischen Studentenliga oder dem Forum „Territorija Smyslov“, erfolgreich teilgenommen. Erfahrungen in Deutschland sammelte sie schon als Schülerin und erfuhr dort große Kulturelle- und Kommunikationsschwierigkeiten. Sie brauchte etwas Zeit, um sich an die deutsche Pünktlichkeit und Freundlichkeit zu gewöhnen und stieß oft an Ihre Grenzen. Diese Erfahrungen möchte sie mit uns beim demoSlam teilen.       Elena Rother (23)   Еlena Rother studiert Geschichte an der Föderalen (Wolga) Universität Kazan und Lehramt für Deutsch und Geschichte an der Universität Leipzig. Nach dem Abitur absolvierte sie einen freiwilligen Friedensdienst in einem Kinderheim in Kyiv. Dort wurde sie von den Protesten auf dem Maidan überrascht und beschäftigt sich seitdem intensiv mit der Politik und Geschichte Osteuropas. Überzeugt davon, dass das mangelnde Interesse vieler Deutscher an Osteuropa vor allem in fehlendem Austausch begründet ist, organisierte sie deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen und Bildungsreisen in die Ukraine und ist in der  ökumenischen Friedensbewegung pax christi aktiv. Nach ihren Erfahrungen in der Ukraine ist es für Elena wichtig auch mit Russen ins Gespräch zu kommen. Formate wie den demoSlam sieht sie dafür als ideal an. Sie will beim demoSlam ihre Meinung verdeutlichen, andere Meinungen kennenlernen und ist davon überzeugt, dass unterschiedliche Standpunkte in Bezug auf einzelne Themen nicht direkt Unmut bei den Gesprächspartner erzeugen müssen.       Renat Chasijew (22)   Renat Chasijew ist Masterstudent der Linguistik an der Uralen Föderalen Universität in Jekaterinburg. Neben Russisch ist Tatarisch seine Muttersprache und er spricht perfekt Deutsch, obwohl er noch nie in Deutschland war. Durch sein Bachelorstudium der internationalen Beziehungen und die Teilnahme am Model United Nations des MGIMO und in Jekaterinburg ist jedoch bestens auf den internationalen Dialog vorbereitet. Renat ist in kontroversen Diskussionen mit Freunden zum Steuersystem unterschiedlicher Länder oder der Rolle von Massenmedien schon oft an seine Grenzen gestoßen. Durch den demoSlam möchte er seinen eigenen Standpunkt erklären und Vorurteilen oder falschen Bildern in der russisch-deutschen Kommunikation aufräumen. In seiner Heimatstadt möchte der leidenschaftliche Radfahrer zeigen, dass verschiedene Ansichten normal sind, aber dass man dem Gesprächspartner genau zuhören muss um zu verstehen welche interessante Person es ist.  

Evgeniya Sayko

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